
Die beliebtesten Futtertiere sind wohl immer noch Grillen und Heimchen. Es gibt jedoch auch Mehlwürmer, Motten, Mäuse und andere kleine Wirbeltiere und Insekten.
Man erhält sie in den meisten Zoogeschäften.
(kleines Filmchen, wie Diana (Brach. albopilosa) eine Grille fängt)
1. Grillen:
Ich verfüttere am liebsten Grillen, da sie im Gegensatz zu Heimchen größer, nahrhafter und (auf jeden Fall bei mir) munterer sind. Ausserdem erhält man sie fast überall und jede etwas größere Vogelspinne nimmt sie gerne an.
Nachdem man sie gekauft hat (mit ca. 2,50€ relativ günstig) und nicht sofort verfüttern will, setzt man sie am besten in ein kleines Terrarium (ich habe ein 40x20x25 (LxBxH) großes Plexiglasterrarium mit Trinkschale und ein paar Rindenstücken und Blumenerde) und gibt ihnen etwas Fressen und Trinken. Am geeignetsten ist wohl normaler Kopfsalat. Er wird gerne angenommen und verfault nicht so schnell. Als ungeeignet sind wohl Tomaten und anderes nasses Obst und Gemüse, das vielleicht beliebter ist, jedoch innerhalb von 1-2 Tagen verfault und entsorgt werden muss.
Dort legen sie meist auch Eier und man hat schon bald das ganze Terri voller wuselnder Mini-Grillen. Wenn man es schafft, sie groß zu ziehen hat man außerdem noch Geld gespart.
Zum Fangen ist eine große Pinzette äußerst geeignet, jedoch kann man sie auch mit der Hand fangen. Wenn man sie mit der Pinzette fängt, muss man erst einmal wissen, wo man sie am besten packt. Dazu habe ich zwei Bilder angefertigt:


Wenn man sie sofort verfüttern will, gibt es einen kleinen Trick. Man kann sie etwa 45min in den Kühlschrank stellen. Danach sehen sie fast tot aus, nicht erschrecken, aber sie sind nur etwas gefroren und bis jetzt ist mir dabei noch keine verstorben. Jedoch sollte man sie nicht länger im Kühlschrank lassen. Danach kann man sie ins Terri schmeißen, schütten oder mit einer Pinzette hineinschmeißen. Man sollte aber schnell sein, da sie schnell wieder auftauen.
2. Heimchen: Heimchen sind meist leichter zu bekommen als Grillen, jedoch haben sie im Vergleich zu Grillen auch einige Nachteile. Sie sind kleiner und weniger nahrhaft als Grillen, sind (auf jeden Fall bei mir) nicht so munter und legen selten Eier.
Die Haltungsbedingungen sind nahezu identisch mit den Grillen. Auch die Bilder oben gelten ebenfalls für Heimchen.
3. Mottenlarven oder Würmer: Ich habe bis jetzt nur einmal eine Mottenlarve verfüttert. Jedoch war meine Vogelspinne von diesem ekligen, schleimigen Wurm gar nicht begeistert. Sie hat daraufhin schnell die Flucht ergriffen.
4. Motten: Motten eignen sich für allem für baumbewohnende Arten, da sie sie aus dem Flug am besten schnappen können, jedoch springen auch hungrige Bodenbewohner mal in die Luft, um sich eine Motte zu krallen.
Wer mal etwas Abwechslung in seine Fütterung bringen will, sollte Motten mal ausprobieren.
5. Mäuse: Großen Exemplaren (Teraphosa blondi z.B.) kann man auch Mäuse geben. Jedoch soll es eine ziemliche Sauerei sein, wegen dem Blut und der Verwesung eines Säugetiers. Ausserdem können kleinere Arten die Mäuse auch nicht so schnell töten, was eine Qual für das arme Tier ist. Ich habe noch keine Mäuse ausprobiert, da ich nicht im Besitz solcher Riesenvogelspinnen bin und ich auch keine Babymäuse verfüttern will.
Fütterungsabstände:
Als Mittelmaß bei der Fütterung sollte man von 3-4 Grillen alle 2 Wochen ausgehen. Man kann jedoch auch weniger oder etwas mehr füttern. Nach einer Häutung sollte man z.B. etwas mehr füttern, da die Vogelspinne wieder zu Kräften kommen sollte. Wenn man aber bemerkt, dass die VS einfach zu "fett" ist (pralles Abdomen), kann man auch weniger oder ein paar Wochen nichts füttern.
Größere Futtertiere sollte man natürlich in längeren Abständen verfüttern. Z.B. 1 Maus pro Monat ungefähr.
Allgemein muss man sich keine Sorgen manchen, wenn die Vogelspinne länger nichts frisst. Solange sie genug zu Trinken hat, halten Vogelspinnen bis zu 2 Jahre ohne Futter aus. Wenn sie längere Zeit nichts fressen, kann das aber auch ein Anzeichen für eine bevorstehende Häutung sein. Ist dies der Fall, darf man bis etwa 7-10 Tage nach der Häutung nichts mehr verfüttern und die restlichen Futtertiere aus dem Terrarium entfernen. Manchmal legen Vogelspinnen auch Fresspausen ein, die jeden Anfänger schocken, da sie einfach nichts fressen, obwohl es ihnen sonst meist gut geht.
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Zuletzt aktualisiert am: 14.12.2003 |